Wie du mir, so ich dir.
Das Karma ist unbestechlich
Seit 25 Jahren wohne ich in einer Wohnsiedlung in Mering und seit 10 Jahren ist (war) unser Kater Mucki unser Mitbewohner. Heute ist er überfahren worden direkt von der Haustür. Der rücksichtslose Autofahrer hat ihn schwer verletzt, sterbend auf der Straße zurück gelassen.
Er hat weder die Geschwindigkeit verringert, noch ist er ausgestiegen, um nach dem Kater zu sehen.
Eine Frau aus dem Nachbarort hat das wohl beobachtet und hat an allen Türen geklingelt, um das Zuhause des Katers zu finden.
Als sie mich fand und ich dann den Kater, war er gerade gestorben.
Meine Wut und Trauer waren unermesslich.
Unsere Straße liegt in einer 30er Zone, aber niemand hält sich daran. Seit Jahren beobachte ich, dass die Verkehrsdichte zunimmt, es immer mehr Autos in der Straße gibt. Die Straße wird beidseitig zugeparkt, hat aber nur 1 Bürgersteig.
Am Ende der Straße liegt ein beliebter Spielplatz. Wahrscheinlich muss erst ein KInd sterben, bevor die Gemeinde etwas ändert. Was mich so erschütterte ist die Tatsache, dass für den Autofahrer ein Katzenleben nichts wert ist. Mich tröstet der Gedanke, dass der Raser diese Gefühle, die ich gerade erlebe, auch selbst erleben wird.